Warum bloss nicht immer so?? Das fragten sich die Zuschauer am Samstag nachmittag beim Heimspiel der Oberligadamen gegen den Tabellenzweiten TV Oyten II. Die Truppe von Trainer Ludwig zeigte von Beginn an Einsatz, Konzentration und Kampf und siegte völlig verdient mit 28-25. Durch die gleichzeitigen Niederlagen von Tostedt und Höltinghausen und dem Unentschieden von Eyendorf gibt es etwas Luft im Abstiegskampf und vor allem ordentlich Selbstvertrauen für die nächsten drei Spiele gegen die Mitkonkurrentinnen Tostedt, Neuenhaus und Eyendorf. Das Spiel war in den ersten 20 Minuten ausgeglichen (9-9), dann beschäftigten sich die Gäste mehr mit sich selbst und dem guten Schiedsrichtergespann Nicola Borkowski (Eyendorf) und Alix Ramcke (Walsrode) und der HVL konnte sich auf 18-12 zur Pause absetzen. Für die zweite Halbzeit hatte sich Gästecoach Kohls dann eine neue Angriffvariante überlegt. Da der HVL-Mittelblock kaum zu überwinden war, wurde die gefährlichste Rückraumspielerin der Gäste, die ehemalige Zweitligaspielerin Katrin Friedrichs, auf die Linksaussenposition beordert und mit schnellem “Abräumen” sollten jetzt Tore über die Aussenpositionen fallen. Das funktionierte auch ein paar Minuten lang, aber dann hatte sich die HVL-Abwehr und insbesondere die erneut starke Torhüterin Juliana Fribus darauf eingestellt und so konnten die HVLerinnen ihren Halbzeitvorsprung in Minute 45 sogar auf 26-19 ausbauen. Nervenstark in dieser Phase Amelie Schulze, die alle drei 7-Meter sicher verwandelte. Am Ende stand ein hoch verdienter Sieg des HVL und die Erkenntnis, dass man mit der Leistung eigentlich auf den Abstiegsrängen nichts zu suchen hat. Für den HVL am Ball: Fribus und Sader im Tor, Weiss, Wollny (5), Grote (4), Flemmer, Schulze (3), Cloppenburg (4), Horwege (4), Glas (5), Miniers (3) und Müller.
Frust herrschte dagegen bei den Verbandsligaherren des HVL, die vor vollem Haus das Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter gegen den VFL Horneburg deutlich mit 29-35 (Halbzeit 13-19) verloren. Die Gäste hatten ihren Kader mit drei Spielern aus der spielfreien A-Jugend-Bundesligamannschaft verstärkt und insbesondere diese drei, Linksaussen Josua Schleßelmann (7 Tore), Rückraumspieler Morten Marienfeld (4) und Spielmacher Lasse Holtfreder (6) bereiteten der HVL-Abwehr mit ihrer Ballsicherheit und ihrem Tempo grosse Probleme. Die ersten Nickeligkeiten gab es zwischen den Mannschaften schon beim Aufwärmprogramm, als beide Mannschaften nicht in ihrer Hälfte bleiben konnten und an der Mittellinie aneinandergerieten. Komisch, dass es damit in der Bundesliga gar keine Probleme gibt. Die beiden Schiedsrichterinnen, die zuvor schon das Damenspiel gepfiffen hatten, hatten sich das genau angesehen und sorgten bereits in den ersten acht Minuten mit vier Zeitstrafen für die nötige Ruhe im Spiel. Bis zum 12-12 in Minute 19 war es ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe. Dann konnten sich die Gäste Dank einiger Paraden ihres starken Torwarthünen Patrick Funck, der über Regionalligaerfahrung verfügt, entscheidend auf 12-16 absetzen. In dieser Phase war die HVL-Abwehr gegen die spielerisch starken Gäste zu offen und der HVL-Angriff scheiterte immer wieder an der sehr defensiven Gästeabwehr. In Halbzeit zwei passierte nicht mehr viel. Die Gäste hielten den HVL auf Distanz und zwar insbesondere auch durch schnelles Konterspiel, eigentlich eine Stärke des HVL. Jetzt heisst es nach der ersten Heimspielniederlage der Saison “Mund abwischen“ und schnell wieder in die Spur kommen, denn die beiden nächsten Aufgaben für den HVL in Eyendorf und zuhause gegen Seevetal haben es in sich. Für den HVL spielten N. Tran und Kruckenberg im Tor, Zander (1), Wenk, Squillante (4), Rassuli, Tran L. (1), Westphal (10), Strauss (1), Dombrowski (2), Rudloff (4), Janßen (2), Lichtenstein (4) und Kruse.
Bereits zuvor gewann die männliche B-Jugend in der Landesliga gegen den Tabellenletzten TSV Bremervörde mit 36-26. Erfolgreichste Torschützen waren Leander Sifkovits und Anton Gawlitta mit jeweils neun Teffern. Die zweite Damen des HVL war in der Regionsoberliga ohne ihre Toptorjägerin Hannah Meroth beim Tabellenführer HSG Lachte-Lutter ohne Chance und verlor 23-28 (Halbzeit 10-16). Beste Werferinnen waren Levke Bergmann (6) sowie Rieke Brenning und Pia Buschmann (je 4). Die männliche E-Jugend gewann bei der HSG Adelheidsdorf/Wathlingen mit 32-17. Die zweite männliche D-Jugend unterlag bei der SG Adendorf/Scharnebeck mit 11-23. beste Werfer waren Levin Viere (5) und Leonard von Gladiß Garcia (3).
Am Sonntag mittag unterlag die weibliche E-Jugend bei der SG Luhdorf/Scharmbeck mit 7-14. Auch die männliche C-Jugend unterlag auswärts bei der HSG Elbmarsch mit 25-29. Beste Torschützen waren Moritz Bleckwedel (7) sowie Adam Rose und Gustav Heinecke (je 6). Ohne Chance war auch die männliche D-Jugend gegen die JSG Fredenbeck/Stade. Im Heimspiel gab es eine deutliche 22-31 Niederlage. Beste Torschützen waren dabei Paul Tarjei Brodersen mit neun und Emil Sievers mit vier Treffern. Ohne Chance war die vierte Herren beim Auswärtsspiel gegen die zweite Vertretung des MTV Dannenberg. Mit nur sieben Spielern angereist und damit ohne Auswechselmöglichkeit war es nur in den ersten zehn Minuten ein ausgeglichenes Spiel. Danach setzten sich die Gastgeber immer mehr ab und gewannen am Ende deutlich mit 37-23. Beste Werfer beim HVL waren Michael Marcinek (10) und Heiko Hauschild (7). Eine unglückliche Niederlage trotz starker Leistung gab es für die zweite Herren im Heimspiel am Sonntag abend gegen den als Meister und Aufsteiger in die Landesliga feststehenden MTV Müden/Örtze. Es war ein total ausgeglichenes Spiel mit ständigem Führungswechsel. Beim 23-23 in Minute 56 in Überzahl vergab der HVL einen 7-Meter und 50 Sekunden vor Schluss erzielten die Gäste den glücklichen 23-24 Siegtreffer. Beste Werfer beim HVL waren Timo Bleckwedel (9) und Andreas Bächler (4). Den Abschluss am Sonntag machten die Oldies der 3. Herren mit ihrem letzten Saisonspiel bei der zweiten Vertretung der HSG Elbmarsch. Eigentlich sollte ein Sieg her, um die rote Laterne noch abzugeben, aber der HVL unterlag stark ersatzgeschwächt mit 21-25 und beendet eine eher durchwachsene Saison mit vielen Langzeitverletzten mit vier Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Beste Werfer im letzten Saisonspiel waren Christian Moll (6) und Jesko Wilken (5)
Drei Siege gab es für die Teams der JMSG Gellersen/Lüneburg. Die weibliche D-Jugend gewann gegen die SG Südkreis Clenze deutlich mit 24-12. Beste Werferinnen waren Martha Rzondetzko mit neun und Julia Piesker mit fünf Treffern. Die weibliche C-Jugend besiegte die SG Adendorf/Scharnebeck mit 26-17. Beste Werferin dabei die D-Jugendliche Julia Piesker mit elf Toren und Amelie Mayer mit fünf Treffern. Die männliche A-Jugend bleibt in der Landesliga auf Titelkurs und besiegte Verfolger Bergen sicher mit 29-22. Bester Torschütze dabei Leo Patzelt mit neun Treffern.
Am kommenden Samstag geht es weiter, unter anderem mit dem letzten Saisonspiel der 2. Damen um 15 Uhr in Oedeme gegen die zweite Vertretung des TuS Bergen, dem Auswärtsspiel der 1. Damen um 17 Uhr beim MTV Tostedt und dem Derby der ersten Herren um 19.30 Uhr beim MTV Eyendorf. Die Fotos vom Doppelspieltag wie immer von Dieter Krügel! Vielen lieben Dank!!